Die Zoopharmakognosie - tierische Selbstmedikation

… und einer der Gründe für den Duft Test in der Aromatherapie.

Bevor man ein ätherisches Öl am Hund einsetzen möchte, führt man einen sogenannten Duft Test durch.

► In erster Linie geht es dabei darum, dass der Hund selbst auswählen soll, was er gern riecht. Aromatherapie mit Ölen, die der Hund als unangenehm empfindet, wäre völlig sinnfrei.

► Ein weiterer überaus wichtiger Grund für den Duft Test ist die Zoopharmakognosie. Zoopharmakognosie (im Englischen zoopharmacognosy oder auch animal self medication) bezeichnet Verhaltensweisen, bei denen Tiere Selbstmedikation durch die Einnahme von Pflanzen, Böden oder Insekten betreiben. Wilde Tiere haben über eine Jahrtausende lange Selektion bestimmte Verhaltensweisen entwickelt, die das Überleben ihrer Spezies sichert. Sie wissen also instinktiv selbst, was gut für sie ist. In verschiedenen Studien konnte dies z.B. bei Schimpansen (Kauen von antibakterieller Rinde für die Zähne) oder verwundeten Hirschen beobachtet werden, die sich an harzigen Bäumen rieben, was antibakteriell und blutstillend wirkt. Sicher haben alle Hunde- und Katzenbesitzer schon einmal erlebt, dass ihre Tiere Gras, Erde, Baumrinden oder Pflanzenteile fressen.

Und wer sich schon mal mit Propolis beschäftigt hat, der wird wissen, was gemeint ist. Clevere Tierchen, diese Bienen.

Der Duft Test stellt also Voraussetzung und absoluten Mehrwert in der Aromatherapie für Hunde dar. Denn was kann besser sein als ein Klient, der selbst am besten weiß, was ihm gerade gut tut?

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